IDM Zolder 2019

Das Podium gemietet

Auch zum zweiten IDM-Lauf im belgischen Zolder sichert sich das Team Schlosser erneut zwei Podiumsplätze.

Nach einer kleinen Verschnaufpause trat das Team um Markus Schlosser und Marcel Fries, am Donnerstag den 20.06.2019, die Reise ins belgische Zolder an.

Der Circuit Zolder wurde im Jahr 1963 mit einer Länge von 3977 Metern eröffnet und hat so seine Tücken. Das Strecken-Layout wurde des Öfteren den Bedingungen angepasst, bleibt aber bis heute für Gespannfahrer durch die fehlende Breite schwierig.

Nichts Neues für Fahrer und Beifahrer, daher sah man das Wochenende zwar mit Vorsicht an aber freute sich auf die Trainingsmöglichkeit, um in der WM weiter auf Erfolgskurs zu bleiben.

Freitags waren zwei freie Trainings und die erste Qualifikation angesagt. Routiniert bereitete das Team alles vor und fuhr pünktlich zum ersten Training auf die Strecke. Anfangs lief es für die zwei Schweizer rund, die Zeiten passten und das Gefühl stimmte.
Doch nach ein paar Runden, hob Marcel Fries den Arm, ein Zeichen für alle das etwas nicht in Ordnung ist.

Das schwarz-gelbe Gustoilgespann rollte langsam in die Boxengasse.

Im Teamzelt angekommen machte sich der Mechaniker Andreas sofort an die Arbeit, Marc schaute sich unterdessen das Datarecording genau an. Nach ein paar Minuten schon, stand fest, dass es das Herzstück erwischt hatte. Der Yamaha Motor hatte seinen Dienst quittiert!

Das es sich um ein Spitzenteam handelt, wurde der Ersatzmotor aus dem Hänger geholt und in kürzester Zeit die Herztransplantation vollzogen. Diese Gelegenheit wurde auch gleich von dem Deutschen Motorsportbund genutzt, um den defekten Motor zu kontrollieren und auf seine Zulässigkeit zu überprüfen. Fazit – Alles perfekt, so wie es sein soll.

Zum zweiten Training führte Markus Schlosser den neuen Motor an seine noch unbekannte Aufgabe heran. Das Aggregat verstand sofort um was es ging und machte die zweitbeste Zeit von 1:42.455 Min ohne weiteres mit.

So kam es, das zu der zweiten Qualifikation, am Samstag, das Team Schlosser eine persönliche Bestzeit von 1:41.574 Min hinlegte und sich nur noch von dem 1000ccm Gespann der Niederländer Smits geschlagen geben musste.

Samstagabend dann das erste Rennen, wird der Start wohl werden?
Die Gespanne rollen in die Startaufstellung und kurze Zeit später ging auch schon die Ampel aus.
Schlosser/Fries erwischten einen guten Start, nur ein paar 1000ccm Gespanne zogen vorbei. Doch schon in der ersten Linkskurve presste sich Reeves/Wilkes ohne Rücksicht auf Verluste vorbei.
Auch der fliegende Holländer Bennie Streuer versuchte kurzzeitig sein Glück und überholte das Schweizer Duo. Doch dieser Zustand wurde schnell wieder in seinen Ursprung zurückversetzt und der Niederländer wurde am Ende mit knapp 13 Sek. Rückstand auf Platz 3 verbannt. Mit nur 3.602 Sek. Rückstand auf Reeves/Wilkes für das Team Schlosser auf den zweiten Podiumsplatz.

Sonntag war das Rennen schon vor der Mittagspause eingetaktet, wer die Szene kennt, weis das dieses keine Selbstverständlichkeit ist.

Gut vorbereitet, fand sich das Team Schlosser vor der Startampel ein.
Als diese ausging ahnte wohl noch niemand, dass es auch gleich wieder vorbei sein würde. Bereits in der ersten Rennrunde gab es im Mittelfeld einen heftigen Crash, wodurch das Rennen sofort abgebrochen wurde.

Die Strecke wurde beräumt, Fahrer und Beifahrer versorgt und der Restart über eine verkürzte Distanz von 8 Runden konnte beginnen.

Diesmal lief es nicht ganz so rund das gelb-schwarze Gustoilgespann musste sich mit dem 3. Podiumsplatz zufriedengeben.

Bereits nächstes Wochenende reist das Team Schlosser zum WM-Lauf zum Panoniaring nach Ungarn. Wir werden berichten.

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