Ducati Festival Assen 2019

Nur zum Training, erneut Doppelpodium und der erste Sieg der Saison

Bei uns ist es momentan sehr stressig. Vom 17.05. – 19.05.2019 waren wir noch auf dem Lausitzring unterwegs, montagfrüh zu Hause angekommen, mussten auch alle wieder zur Arbeit.
Ja, auch bei uns ist es „nur“ ein zeitaufwändiges und kostenintensives Hobby, das aber mit voller Leidenschaft, Perfektion und Hingabe ausgeübt wird.

So wurde schnell 4 Tage gearbeitet, bis es zu Trainingszwecken nach Assen (NL), zum Ducati Club Race weiterging.

In Assen wollten Markus & Marcel eigentlich nur für den WM Lauf, vom 16.08. -18.08.2019 zu den in Holland äußert bekannten und mit vollbesetzten Tribünen gefeierten Gamma Racing Days, trainieren und testen.
Insgesamt gab es hierfür 4 Trainingseinheiten (2 Qualifikationen, sowie 2 Rennen).

Freitag nutzten wir die Zeit, um einige Veränderungen vorzunehmen. Die Übersetzung wurde angepasst, Sturz und Spur neu eingestellt und auch der Hinterreifen im Zollbereich geändert. Mit diesen Einstellungen ging es am Samstag 13:00 Uhr zur ersten Qualifikation.
Trotz das man nur 6 Zehntel hinter dem vorläufigen Polesetter Smits (1000ccm) lag, war das Team nicht zufrieden. Erneut wurde das Gespann in seine Einzelteile zerlegt, diverse Änderungen vorgenommen, um noch bessere Zeiten zu fahren, immer mit dem blinzeln auf die WM Zeiten vom Vorjahr, denn nur das zählte an diesem Wochenende.

Zur zweiten Qualifikation 17:05 Uhr sah man sehr deutlich, dass unsere Mechaniker wirklich wissen was sie machen! Permanent, Runde für Runde vielen die Zeiten sichtlich, bis es in Runde 8 soweit war und Markus mit seinem Co-Piloten Marcel die absolute Bestzeit von 1:47.974 ablegten, das war die Pole-Position.

Sonntagvormittag 11:16 Uhr rollten die 600 und 1000ccm Gespanne in die Startaufstellung um in das, sofort ohne Warm-Up Lap, startende Rennen aufzubrechen. Als die Ampel anging sah man wie Marcel den Arm hochriss, was war da los? Das Motorrad war aus! Markus versuchte mit Hochdruck das Aggregat wieder zu starten, zum Glück, da ist es, das Geräusch des Motors ertönte. In diesem Schreckmoment, gingen dann auch schon die Lichter der Ampel aus. Wir erwischten einen verflucht schlechten Start, rechts und links eilten andere Gespanne vorbei. In dem Moment wo der Motor ausging und man versuchte das Gespann zum laufen zu bekommen, hat Markus vergessen den ersten Gang einzulegen. Wir sparten uns einen Schaltvorgang und startete das Rennen, gezwungenermaßen im zweiten Gang.

Als 5. bog man in die erste Kurve und reite sich hinter der Bremse Scott Lawrie ein. Welch ein Desaster, wir wollten doch möglichst mit freier Fahrt testen. Nach niedlichen 10 Rennrunden fiel auch schon die Zielflagge. Wir bogen an 3. Position in die letzte Kurve auf Start-Ziel ein und holten zu Trainingszwecken den 3. Gesamtplatz und in der 600ccm Wertung nach Streuer Racing den 2. Platz.

Der zweite Lauf war auf 16:33 Uhr angesetzt, wo pünktlich leichter Nieselregen einsetzte.
Welche Reifenwahl ist in diesem Moment wohl die Richtige?
Slicks, Intermediates oder die grob gestrickten Regenreifen? Das Team entschied sich mit Slicks in die Startaufstellung zu rollen.
Dort angekommen begann dann das blanke Chaos. Einige Teams wechselten noch von Slicks auf Intermediates, andere sogar auf Regenreifen, während die Zeit für den Start des Rennens ablief.

Markus und Marcel blieben cool und beobachteten dieses Gewusel. Hier dachte keiner an eine andere Reifenwahl!

Endlich war es soweit, sämtliche Mechaniker und Teammitglieder verließen die Startaufstellung, die Ampel leuchtete rot und die Motoren tourten hoch, Start.

Lokalmatador und Weltmeister Bennie Streuer übernahm sofort die Führung, allerdings auf Regenreifen, gefolgt von anderen Teams mit Intermediates oder Regenreifen bestückten Gespannen.
Die Strecke war allerdings fiel zu trocken und so kam Markus & Marcel schon in der 3. Runde als Führende über Start-Ziel.

Der Trainingseffekt, in diesem leicht feuchten Rennen, war zwar dahin aber als Entschädigung gab es unseren ersten Sieg der Saison.

Der erste Sieg der Saison war auch ein ganz besonderer für Marcel, da es sein aller Erster in seiner Karriere als Beifahrer in den wahnsinnig schnellen F1 Sidecars war.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.