Val de Vienne (F) Trainingslager

Nach einer sehr intensiven und langen Vorbereitungsphase ging es endlich ab ins Trainingslager nach Val de Vienne (F). Wir fuhren mit Bus, Anhänger sowie mit einem Wohnmobil am Sonntagmorgen ab, kamen gutgelaunt und ohne besonderen Zwischenfall am Sonntagabend im Fahrerlager an. Als erstes mussten wir feststellen dass es bitterkalt war, doch hatten wir dies ein wenig vermutet, schliesslich verliessen wir die Schweiz auch mit Schnee. Also zogen wir uns warm an und begannen mit dem Zeltaufbau und dem Einrichten. Als wir dies geschafft hatten, freuten wir uns auf die leckeren und heissen Spaghetti Bolognese. Zum Kaffee gab’s einen superguten Schoggikuchen von Elisabeth.
Am Montag nach dem Frühstück, wollten Markus und Döuf endlich mit dem Gespann auf die Rennstrecke. Weil dieses Trainingslager für Gespanne und Solo-Motorräder war, kann man sich ja vorstellen wie viel Verkehr auf dieser Strecke herrschte. Somit hatten die zwei mehr damit zu tun, die Runden ohne Crash zu überstehen als sich aufs Fahrwerk und die Zusammenarbeit zu Konzentrieren. Da die Temperaturen nicht sehr angenehm waren, konnten sie keine schnellen Zeiten fahren. Bereits nach 10 Runden beendeten sie dieses erste Training. Doch nach dem Mittag wollten sie es nochmals in Angriff nehmen. Aber auch da kamen sie auf keine guten Zeiten. Nach 12 Runden war dieser Nachmittag bereits wieder vorbei.
Leider gab’s am ersten Tag noch einen weniger erfreulichen Zwischenfall. Remy nahm sein Motorrad mit, um auf der Rennstrecke seine Runden zu drehen. Als er dies dann am Nachmittag tun wollte, erlebte er die Schattenseiten des Rennsportes. Nach ca. 7 Runden musste er einem anderen Motorradfahrer ausweichen, welcher wohl am träumen war, da Rutsche ihm das Motorrad einfach weg (kein Grip wegen der Kälte) und schlitterte über den Asphalt ins Kiesbett. Somit war das Töfffahren für diese Woche vorbei. Er zog sich eine Verletzung am grossen Zeh zu (dies erkannte man an den diversen knalligen Farben sowie an einer Blase).
Am Dienstag vereinbarte Markus mit dem Veranstalter, dass die Gespanne von den Solofahrern, jeweils am Nachmittag im Halbstundentakt, getrennt fahren. Auch das Wetter und die Temperaturen waren besser. Also ging’s am Nach-mittag wieder auf die Strecke. Doch als Markus und Döuf nach 6 Runden in die Boxengasse einfuhren um einiges zu besprechen gab’s auf der Rennstrecke einen relativ schlimmen Unfall. Das Gespann von Zimmermann/Ziegler prallte in die Leitplanke. Der Beifahrer erlitt einen Schlüsselbeinbruch. Der Fahrer muss-te mit dem Helikopter ins Spital geflogen werden, da er sich sieben Rippenbrüche zugezogen hatte und sich noch Blut in der Lunge befand. An dieser Stelle wünschen wir den beiden gute Genesung!
Beim letzten Trainingseinsatz an diesem Tag fuhren Markus und Döuf nach 3 Runden nicht mehr bei uns vorbei. Was war passiert? Wir, die Boxencrew, kehrten ins Zelt zurück und mussten erfahren, dass es einen Motorschaden gab. Also hiess es, Motor raus und einen neuen wieder einbauen. Da ja kein Rennen bevorstand war es nicht ganz so hektisch wie an einem Rennwochenende. Doch es war trotzdem sehr unerfreulich!
Am Mittwochvormittag wollten die zwei trotz viel Verkehr auf die Strecke um den Motor einzufahren. Nach 9 Runden kehrten wir zufrieden ins Zelt zurück und warteten auf den Nachmittag wo sie nochmals drei Trainingseinheiten absolvierten. Doch mit den Rundenzeiten war Markus nicht zufrieden! So liessen sie sich für Donnerstag neue Reifen aufziehen um zu testen ob’s damit doch besser läuft.
Am Donnerstag war das Wetter dann nicht mehr so toll. Es blies ein ganz kühler Wind der Himmel war völlig bedeckt. Doch Markus und Döuf gingen um 13.30 Uhr nach vorne um mit dem Training zu beginnen. Dann folgte noch ein bisschen Nieselregen was das ganze noch schwieriger machte. Doch die zwei liessen sich nicht beirren, fuhren die Reifen kurz ein, dann drückte Markus aufs Gaspedal. Bereits in der vierten Runde legten sie eine Bestzeit von 1:45.96 hin und in der sechsten 1:45.78!!! Somit haben die beiden einen neuen Rundenrekord aufgestellt!!! Markus und Döuf waren absolut Happy und das gesetzte Ziel war erreicht!!! Leider fing es dann wirklich an zu regnen. Doch die zwei wollten noch mit den Regenreifen fahren, um zu testen wie sich das ganze verhält. Nach sechs Runden wurde dieses Training jedoch abgeschlossen.
Am Freitag war das Wetter noch schlechter, der Wind blies noch kälter. Also fingen wir an mit packen, um am Mittag die Heimreise in Angriff zu nehmen. Unterwegs wurden wir noch vom Schnee überrascht, doch alles verlief optimal und wir kamen um ca. 23 Uhr zu Hause an.

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